Sportverein Grün-Weiß Waggum
"Aus einer kleinen Gruppe turnbegeisterter Männer, die Freude an
sportlicher Betätigung hatten, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein
stattlicher Sportverein." So begann 1988 das Grußwort des damaligen ersten
Vorsitzenden Günter Markworth in der Chronik des Sportvereins Grün-Weiß Waggum
von 1913, die anlässlich des 75-jährigen Bestehens veröffentlicht wurde. Auf
über 130 Seiten ist in diesem Buch die Entstehungsgeschichte unseres
Sportvereins nachzuvollziehen und auch der Hinweis auf die Jahrhundertchronik -
in wenigen Jahren ist es soweit - fehlt dort nicht.
Der Anlass dieses Berichtes im Jahre 2007 ist das 1000-jährige Bestehen von
Waggum. Die einzelnen Kapitel beschreiben die wesentlichen Ereignisse in einem
Zeitraum von jeweils zehn Jahren. Dabei ist die Chronik [1] die Grundlage für
die ersten 75 Jahre Sport in Waggum von 1913 bis 1988. Die Jahre von 1989 bis
2006 sind etwas ausführlicher dargestellt.
Im Kreisblatt für den VI. Kreis der Deutschen Turnerschaft
(Hannover-Braunschweig) vom 1. Mai 1913 steht die folgende Nachricht beim
Turnbezirk Hondelage: "Am 19. April dieses Jahres wurde in Gegenwart des
Gauturnratsmitgliedes Trapp und des Bezirksturnwartes Polich in Waggum ein
Turnverein gegründet, der dem Braunschweiger Gau und somit dem Turnbezirk
Hondelage beitrat." Zu den Mitbegründern dieses Vereines gehörten u.a.
Karl Eickenroth, Willi Flohr, Heinrich Fröhlich sen., Heinrich Knigge, Willi
Schade und Ernst Weber. Als 1. Vorsitzender wurde Otto Nachsel gewählt. Erwin
Jordan, Adolf Heitefuß, Fritz Meier, Willi Berking, Heinrich Kunze und Wilhelm
Heuer schlossen sich dem neuen Männerturnverein (MTV) an, und es kamen auch
bald die ersten Jugendlichen hinzu.
Beim Gastwirt Erwin Jordan im Gasthaussaal fand der Verein seine erste
Turnstätte. Die Ausstattung mit Turngeräten war damals sicher eher schlecht als
recht. Die sportlichen Aktivitäten bestanden aus der Vorbereitung zu den
Wettübungen zum Bezirksturnfest (an Reck und Barren je 2 Pflichtübungen und
eine Kürübung), turnerischen Freiübungen und auch aus "Volkstümlichen
Übungen" (Weitspringen, Schleuderballweitwurf und 150m-Lauf). Schon im
August 1913 nahmen die Waggumer am Bezirksturnfest in Wendhausen teil.
Im Jahre 1920 hatte der MTV Waggum 46 Mitglieder bei ca. 450 Einwohnern.
Beim Bezirksturnfest im Jahre 1920 stehen Erwin Jordan und Heinrich Knigge auf
den Siegerlisten und im Jahre 1921 auch zahlreiche Jugendliche. In den Jahren
darauf sind keine Waggumer mehr in den Siegerlisten zu finden. Ganz
offensichtlich entwickelte sich der Sportbetrieb weiter in Richtung
Leichtathletik und Ballspiele, für die in Waggum kein Übungsgelände zur
Verfügung stand.
Als Folge dieser Entwicklung wurde 1925 der erste Fußballverein im
Braunschweiger Nordbereich gegründet: Arminia Waggum. Auf dem wohl ältesten
Foto aus dieser Zeit sind Fritz Voß, Heinrich Kunze, Hermann Müller, Helmut
Brandes, Richard Weber, Willi Essmann, Walter Buhmann, Hans Spandau, Walter
Kraul, Heinrich Essmann, Ewald Weber und Otto Fröhlich zu sehen.
Am Südrand der Waggumer Felder, auf einer ehemaligen Schweineweide (heute
Flugplatz) wurde am 29. August 1926 das erste Sportfest durchgeführt. Es wurden
unter anderem zwei Tore (28 Mark) gekauft und Sand angefahren (10 Mark), um aus
dem mit Heidekraut bewachsenen Gelände einen Sportplatz zu machen. Die
Mitgliederzahl stieg von 17 im Jahre 1926 auf 32 im Jahre 1929 an.
1930: Ein Sportverein, nun mit Mädchen
Seit mehreren Jahren gab es also in Waggum zwei sporttreibende Vereine. Im
Laufe der Jahre erfolgte eine Annäherung dieser beiden Vereine, die besonders
von Erwin Jordan vorangetrieben wurde und spätestens im Jahr 1935 gab es einen
gemeinsamen Verein, den Turn- und Sportverein Arminia Waggum.
Ein wichtiges Ereignis war der Bau des Flugplatzes, denn die Folge war der
Verlust des Sportplatzes. Ein neuer Platz wurde im Bereich des heutigen
Kiebitzweges gefunden. Er wurde eingeebnet, es wurde Rasen gesät und 1936 wurde
der neue Platz eingeweiht.
Am 20. August 1936, gleich nach den Olympischen Spielen in Berlin, fand
eine Mitgliederversammlung statt. Auf der Teilnehmerliste stehen erstmals die
Namen von jungen Mädchen: Wilma Bahrs (verh. Miesner), Anita Berking (verh.
Nötel), Lisa Berking, Lisa Decker (verh. Hornberg), Hedwig Eggeling (verh.
Ernst), Herta Eggeling (verh. Thiele), Lisbeth Flohr, Anneliese Hensel (verh.
Beu), Brunhilde Hensel (verh. Koch) und Hilda Weber. Sie betrieben unter
Anleitung des Vorturners Adolf Heitefuß Geräteturnen, rhythmische Gymnastik und
Volkstanz.
Seit dem Zusammenschluss der beiden Vereine wurde neben Fußball und Turnen
auch wieder Leichtathletik betrieben, obwohl dafür kein spezielles
Übungsgelände vorhanden war. Es gab Hochsprungständer und sogar eine
Stabhochsprunganlage.
1939 begann der Krieg. Viele aktive Sportler wurden eingezogen. In Waggum
füllten Soldaten aus den in der Umgebung liegenden Kasernen noch die
Fußballmannschaften auf, bis auch sie in den Einsatz mussten und solange die
übrigen Verhältnisse den Sportbetrieb überhaupt noch zuließen.
1940: Wiederaufbau in der Nachkriegszeit
Am Ende des Krieges war 1945 eine traurige Bilanz zu ziehen. Der Sportplatz
wurde teils als Holzlagerplatz noch einigermaßen sinnvoll genutzt, teils als
Müllplatz missbraucht. Von den uns namentlich zwischen 1930 und 1940 bekannten
etwa 90 männlichen Mitgliedern des Turn- und Sportvereins waren über 20
gefallen oder vermisst. Andere kamen erst nach langer Gefangenschaft zurück.
Am Kriegsende kam auch das Ende des Vereins selbst. Alle Vereine wurden von
der englischen Militärregierung aufgelöst.
Im Herbst 1945 engagierten sich Richard Hermann, Heinz Engeler, Reinhold
Engeler, Erwin Jordan, Ewald Weber, Edmund Behrens, Gerd und Jakobus Mansholt,
Rudolf Eickenroth, Waldemar Heuer, Erich Gander, Willy Kunze und Otto Knigge
sehr, um den Sportplatz wieder spielfähig zu machen. Richard Hermann
organisierte Pfosten für die Tore von den Engländern auf dem Flugplatz und
brachte sie mit dem Fahrrad zum Sportplatz. Mit kräftiger Unterstützung des
Zimmermanns Herbert Bahrs wurden diese aufgestellt. Nun konnte wieder trainiert
werden. Bälle, Trikots und Fußballstiefel wurden gegen Schwarzgeschlachtetes in
Form von Fleisch und Wurst, selbstgebranntem Rübenschnaps und englische
Zigaretten eingetauscht.
Eine Vereinsleitung gab es noch nicht wieder. Die Genehmigung zur
Wiedergründung eines Sportvereins war nicht einfach zu bekommen. Ende November
1945 erschien der "Runderlaß 480" des Landrates des Landkreises
Braunschweig über die Neugründung von Sportvereinen. Am 2. Februar folgte ein
weiteres Rundschreiben des Landrates und kurz danach wurde auch in Waggum ein
Sportverein neu gegründet. Der alte Name "Arminia" durfte nicht
wiederverwendet werden. In Anlehnung an den Dress der Fußballspieler der
"Arminia" (grüne Hose und weißes Trikot mit grünem Brustring) wurden
diese als Vereinsfarben und als Vereinsname "Grün-Weiß Waggum"
gewählt. Willi Berking wurde 1. Vorsitzender. Weiter waren Adolf Heitefuß,
Willi Kunze, Gerhard Nötel, Richard Weber und Edmund Behrens an der Vereinsleitung
beteiligt. Es kam bald das alte Hauptbuch des Vereins wieder zum Vorschein und
seit der ersten nachweisbaren Monatsversammlung am 6. März 1946 finden wir dort
die Listen der Teilnehmer bei Monats-, Vierteljahres- und Generalversammlungen
bis zum Jahre 1955.
Bei den Fußballern bildeten sich zwei Herrenmannschaften und eine
Jugendmannschaft und von den Turnern nahmen am 11. August 1946 einige
Sportlerinnen und Sportler am "80. ELMWETTURNEN" am Tetzelstein im
Elm teil. Nach dem Krieg war dies, abgesehen von einigen Fußballwettbewerben,
das erste Sportfest im Braunschweiger Bezirk.
Zwischen Weihnachten und Silvester 1945 war der von den Besatzungstruppen
beschlagnahmte Gasthof "Zum Grünen
Wald" nach der Explosion eines Benzinkochers abgebrannt. Glücklicherweise
war es gelungen, alle Geräte (das Turnpferd, ein kleines Federsprungbrett, den
Barren, das Reck und Matten), die auf der Kegelbahn abgestellt waren, zu retten. Die Geräte wurden in eine der
damals noch stehenden, leeren Flugzeugmontagehallen gebracht (etwa bei dem
heutigen Textilgeschäft Marschke). Hier konnten die Mädchen und Jungen unter
der Anleitung ihrer Trainer Klaus Kablau und Reinhold Engeler turnen. Leider
stand eines Tages das gute, alte Pferd enthäutet in der Halle. Einbrecher
hatten sich den Lederbezug für Schuhoberleder oder als Schwarzhandelsware
"besorgt", wie man damals sagte. Die Halle wurde bald abgerissen. Die
jungen Mädchen betrieben dann Leichtathletik und fingen an, unter ihren
bisherigen Trainern Handball zu spielen.
Anfang 1948 wurde Heinz Engeler 1. Vorsitzender. Dieses Amt und die
Aufgaben des bisherigen Geschäftsführers übernahm Ende 1948 Erwin Jordan.
Am 25. Juni 1949 veranstaltete der Verein sein erstes Sportfest: die
Wettkämpfe wurden auf dem Sportplatz durchgeführt und gefeiert wurde in einem
Zelt, das vor der Gaststätte Hübner (jetzt Kulturzentrum) aufgebaut war.
Im Laufe des Jahres gab es häufig Ärger wegen der Verschmutzung des
Sportplatzes und Zerstörungen an der Platzanlage sowie der Umkleidebaracke. Die
Instandsetzungsarbeiten wurden auf freiwilliger Basis von den Sportlern
durchgeführt.
1950: Der Aufbruch in eine neue Zeit
Im Jahre 1950 wurde das Stiftungsfest zum 25-jährigen Bestehen des Vereines
(bezogen auf den Fußballverein
"Arminia" Waggum) gefeiert und im Jahre 1953 wurde zum
40-jährigen Bestehen ein Volks- und Sportfest ausgerichtet. Mit den Vorständen
der anderen Waggumer Vereine (Gesangverein, Feuerwehr und Junge Gesellschaft)
wurde beschlossen, dass zukünftig in jedem Jahr nur ein Verein ein
Sommervergnügen als gemeinsames Volksfest veranstalten solle. An dieser
Regelung wird bis heute festgehalten und die jetzigen fünf großen Waggumer
Vereine (Feuerwehr, Männergesangverein, Schützenverein, Siedlergemeinschaft und
Sportverein) wechseln sich bei der Veranstaltung des Volksfestes ab.
In der Vierteljahresversammlung am 11. Juli 1953 wurde des verstorbenen
Ehrenvorsitzenden Otto Nachsel gedacht. An seiner Stelle wurde der Mitbegründer
Heinrich Fröhlich zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Bei der Wahl des 1. Vorsitzenden in der Jahreshauptversammlung am 9. Januar
1954 gab es zum ersten Mal seit 1948 mehrere Kandidaten, und es kam zu einer
Kampfabstimmung. Dabei erhielt Willi Ernst 11, der bisherige 1. Vorsitzende
Erwin Jordan 9 und Gustav Michel und Sepp Schmitz jeweils 7 Stimmen. Damit war
Willi Ernst gewählt. Auch bei der Wahl des 2. Vorsitzenden stand mehr als ein
Kandidat zur Wahl. Hier bekam Sepp Schmitz gegen Gustav Michel und Willi Kunze
die Mehrheit. Der Kassierer Gerhard Nötel blieb im Amt, neuer Schriftführer
wurde Willy Kunze. Auf Vorschlag des Ehrenvorsitzenden Heinrich Fröhlich wurde
der jetzt aus dem Vorstand ausgeschiedene Erwin Jordan von der Versammlung
einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Erwin Jordan war 1913 Mitbegründer des
Männerturnvereins und 1925 Mitbegründer des Sportvereins Arminia. Er hatte sich
bei der Fusion dieser beiden Vereine und während seiner langjährigen
Vorstandstätigkeit besondere Verdienste erworben.
Im Laufe des Sommers 1954 traten 15 Erwachsene, 14 Jungen sowie auch 16
Mädchen dem Verein bei. Die Mädchen bildeten die neue Damenhandballmannschaft.
Die Jungen sorgten für eine spürbare Leistungsverbesserung in der
Jugendfußballmannschaft.
Noch vor dem Jahresende 1954 wurde in Waggum der Schützenverein gegründet,
dem auch Mitglieder des Sportvereins angehörten. Da die Schützen als Abteilung
des Sportvereins erhebliche Vorteile hätten, wurde die Gründung eines
selbstständigen Schützenvereins kritisiert. Der Schützenverein wollte jedoch
ein selbstständiger Verein sein und auch selbst dem Schützenverband beitreten.
Bei der Generalversammlung am 15. Januar 1955 kandidierte Willi Ernst nicht
mehr und Sepp Schmitz wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Hermann Lüer jun.
wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt.
Das Jahr 1957 war aus sportlicher Sicht von Rückschlägen geprägt: die 1.
Fußballmannschaft stieg in die 2. Kreisklasse ab und die Damenhandballabteilung
löste sich auf.
Im Herbst starb der Ehrenvorsitzende Heinrich Fröhlich. In der
Jahreshauptversammlung am 25. Januar 1958 wurde Erwin Jordan zum neuen
Ehrenvorsitzenden gewählt. Er starb im Oktober 1959.
In der Generalversammlung am 19. Januar 1963 kandidierte Sepp Schmitz nach
achtjähriger Amtszeit nicht wieder für den Vorsitz. Helmut Renz wurde sein
Nachfolger. Außerdem wurden gewählt: Walter Kagelmann (2. Vorsitzender),
Gerhard Nötel (Kassierer) und Gerhard Henrix (Schriftführer). Es wurde
vorgeschlagen, beide noch lebenden Mitgründer des Vereins zu Ehrenvorsitzenden
zu erklären (Willi Schade und Karl Eickenroth). Der Vorschlag wurde einstimmig
angenommen.
Im Jahre 1964 ergab sich endlich eine Lösung für die Renovierung des
Sportplatzes. Während der Dauer dieser Arbeiten konnte auf einem Ausweichplatz
an der Bevenroder Straße (jetziger Verkehrsübungsplatz) gespielt werden. Die
erforderliche Fläche wurde von der Flughafenverwaltung auf dem Flugplatzgelände
zur Verfügung gestellt.
Im Sommer 1965 gab es die Neugründung einer zusätzlichen Abteilung: unsere
Damen-Kegelabteilung, die bis heute Bestand hat.
In dieser Zeit kam auch etwas mehr Bewegung in die Vorstandsriege: Helmut
Renz trat als 1. Vorsitzender am 27. November 1965 zurück, sein Nachfolger
wurde am 22. Januar 1966 Otto Missenberger. Ein Jahr später übernahm Helmut
Renz erneut den Vorsitz. Hauptthemen in diesen Jahren waren die Vereinssatzung
und Beitragserhöhungen.
Bei der Jahreshauptversammlung am 20. Januar 1968 wurde zum ersten Mal der
Vorstand komplett neu gewählt. Es ergab sich die folgende Zusammensetzung: 1.
Vorsitzender Sepp Schmitz, 2. Vorsitzender Walter Schölzel, Kassierer Erhard
Rentz und Schriftführerin Helga Kaethner. Damit kam erstmalig eine Frau in den
Vorstand. Noch heute ist sie in unserer Kegelabteilung aktiv und übernimmt dort
die Abteilungsleitung. Der Verein hatte zu dieser Zeit einen Mitgliederbestand
von über 200 Sportlerinnen und Sportlern.
Im Verein ging es weiter aufwärts: eine Faustballabteilung entstand. Die
Fußballabteilung stellte 5 Herren- und 4 Jugendmannschaften. Der Lehrer Klaus
Sanne hatte sich als Trainer für Fußball und Leichtathletik zur Verfügung
gestellt, wodurch sich das Jugendtraining im Verein erheblich verbesserte.
In der Jahreshauptversammlung am 18. Januar 1969 wurde unter anderem die
Gründung der Tischtennisabteilung beschlossen. Bürgermeister Willi Wodniczak
berichtete über die geplante neue Sportplatzanlage: die Gemeinde wolle
Verhandlungen mit dem Besitzer des Geländes "Am Klei" führen. Zur
Finanzierung der neuen Anlage sei geplant, den alten Sportplatz als Baugelände
an Waggumer Bürger zu verkaufen.
Zwischenzeitlich hatten schon mehrere Damen ihr Interesse an Gymnastik
geäußert. Sie gründeten im September 1969 die Damengymnastikabteilung, die bis
zum Jahresende über 60 Frauen und Mädchen als Mitglieder verzeichnen konnte.
Als die neue Schule zwischen Waggum und Bienrode im Oktober 1969 ihren Betrieb
aufnahm, wurde die bisherige Schule am Flughafen (heute Kulturzentrum)
teilweise frei. In den Erdgeschossräumen, die in Eigenleistung entsprechend
hergerichtet wurden, konnte Gymnastik betrieben und Tischtennis gespielt
werden.
1970: Neue Sportstätten und starker
Mitgliederzuwachs
Die Jahre 1970 bis 1972 standen in Waggum ganz im Zeichen des Sportes: in
einer außerordentlichen Generalversammlung am 9. Mai 1970 in der Gaststätte
Lindengarten wurde eine neue Satzung angenommen, die die Eintragung des Vereins
in das Vereinsregister des Amtsgerichts vorsah. Die einzelnen Abteilungen
hatten von nun an eigene Leitungen zu wählen, die dann in der jeweiligen
nächsten Generalversammlung zu bestätigen waren. Dem geschäftsführenden
Vorstand trat der erweiterte Vorstand zur Seite, dem die Abteilungsleiter
angehörten.
Die Sportförderung spielte in den Ratssitzungen der Gemeinde Waggum in
dieser Zeit eine wichtige Rolle. Im März 1971 wurde unser 1. Vorsitzender Sepp
Schmitz als Nachfolger von Willi Wodniczak zum Bürgermeister gewählt. Er
vertrat die Interessen des Sports nun noch nachhaltiger. Die Planungen zum Bau
der Sportplatzanlage führte ein spezieller Ausschuss des Gemeinderates unter
dem Vorsitz von Norbert Wyremba weiter. Nachdem der Finanzierungsplan in
trockenen Tüchern war und auch die Standortfrage geklärt werden konnte, wurde
mit Hochdruck die Umsetzung des Vorhabens in die Wege geleitet.
Im gleichen Jahr, am 1. Oktober 1971, wurde die Sporthalle an der neuen Schule
eingeweiht. Nun konnten dort endlich die Faustball-, Gymnastik-, Tischtennis-
und Turnabteilungen ein neues Zuhause finden.
Nachdem durch einen Gemeinderatsbeschluss
zunächst der Bau von zwei Tennisplätzen auf der neuen Sportanlage gesichert
war, wurde am 26. April 1972 die Tennisabteilung gegründet. Bereits vier Tage
später entstand die erste Platz- und Spielordnung und am 30. Juni 1972 wurde
die erste Mitgliederversammlung abgehalten. Gleichzeitig konnte der
Spielbetrieb mit 92 Spielern und Spielerinnen aufgenommen werden. Da es in den
nördlichen Vororten keinen einzigen Tennisplatz gab, war es nur eine Frage der
Zeit, bis ein weiterer Platz erforderlich wurde, dessen Bau erst eine persönliche Bürgschaft des 1. Vorsitzenden Sepp Schmitz
über eine Summe von 16.000 DM ermöglichte.
Am 2. April 1972 - lange vor der offiziellen Einweihung der Sportanlage -
fand das erste Fußballspiel auf dem neuen Hartplatz statt. Der erste Teil des
Sportheimes war bereits im Bau und das Kellergeschoss sollte möglichst schnell
fertig werden, damit zumindest eine provisorische Umkleidemöglichkeit bestand.
Unter der sachkundigen Leitung von Bernhard Zelder arbeiteten einige unserer
Mitglieder einen Teil der Eigenleistungen in einer Gesamthöhe von 25.000 DM ab,
die der Gemeinde zugesagt wurden. Andere bezahlten ersatzweise lieber die
beschlossenen 5 DM pro Stunde.
In der Jahreshauptversammlung am 27. Januar 1973 wurde beschlossen, das
jedes männliche, am aktiven Sport teilnehmende Mitglied über 16 Jahren bis Ende
Juni 1973 insgesamt 25 Arbeitsstunden zu leisten oder ersatzweise 100 DM zu
zahlen habe. Hierauf waren die schon 1972 abgeleisteten Stunden bzw. Zahlungen
anzurechnen.
Die Mitgliederzahl des Vereines war bis zum Jahresende auf über 600
Sportlerinnen und Sportler geklettert. In Verbindung mit dem erhöhten
Sportangebot und den stetig gestiegenen Kosten war auch eine zusätzliche
Anhebung des Vereinsbeitrages erforderlich. Folgende monatlichen Beiträge
wurden festgelegt: Einzelmitglieder 4 DM, Familien 10 DM und Einzelkinder 2 DM.
In der Gemeinderatssitzung am 29. März 1973
stellte der Sportverein den Antrag an den Rat der Gemeinde, auch noch einen
vierten Platz zu bauen. Der SV Grün-Weiß Waggum erklärte sich bereit, die
vollen Kosten einschließlich Umzäunung zu übernehmen. Auch der vierte Platz
wurde gebaut und wurde mit Beginn der nachfolgenden Saison für bespielbar
erklärt.
Die Ausrichtung des Volksfestes war im Jahr 1973 Aufgabe des Sportvereins.
Im Anschluss an den großen Festumzug am Sonntag, dem 24. Juni 1973, der auf dem
neuen Sportplatz endete, wurde die neue Sportanlage von Bürgermeister Gerhard
Glogowski dem Verein offiziell zur Nutzung übergeben.
Auf der Generalversammlung am 19. Januar 1974 berichtete Bürgermeister
Gerhard Glogowski über den endgültigen Ausbau der gesamten Sportanlage, der vom
Rat der noch selbstständigen Gemeinde beschlossen worden war. Bis zum Abschluss
der Arbeiten würde etwa eine Millionen DM investiert sein. Norbert Wyremba
beschrieb den noch ausstehenden 3. Bauabschnitt: Erstellung des
Gastwirtschaftsteils des Sportheimes, Grünflächen und Anpflanzungen,
Beleuchtung, Flutlichtanlage sowie Innenausstattung der Gastwirtschaft. Sepp
Schmitz kandidierte an diesem Tag aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl des 1.
Vorsitzenden. Sein Nachfolger wurde Dieter Aurich. Norbert Wyremba wurde 2.
Vorsitzender, Günter Markworth wurde als Kassenwart bestätigt und Erika
Burgtorf übernahm das Amt des Schriftwartes.
Aufgrund seiner Verdienste wurde Sepp Schmitz zum Ehrenvorsitzenden gewählt.
Die Tennisabteilung meldete beim
Niedersächsischen Tennisverband erstmalig eine Herrenmannschaft und die Bemühungen der Spartenleitung in der
Jugendarbeit trug schon bald Früchte, da bereits beim ersten Training 20 Jugendliche
teilnahmen.
Am 1. März gingen die bisher selbständige Gemeinde Waggum, ebenso wie die
anderen Randgemeinden, in der Stadt Braunschweig auf. Diese führte den Ausbau
der Sportanlage zu Ende und sicherte auch ihre Unterhaltung, so dass unser
Sportheim im Dezember 1974 eingeweiht wurde.
Die Jahreshauptversammlung am 25. Januar 1975 fand zum ersten Mal im neuen
Sportheim statt.
Der Mitgliederbestand war innerhalb des letzten Jahres um 9,5 Prozent auf
668 Personen gestiegen und die Ausgaben des Vereins pro Jahr haben sich in den
letzten drei Jahren auf nunmehr 25.000 DM verdoppelt.
Die Zusammenarbeit mit den anderen Sportvereinen im Braunschweiger Norden
nimmt im Nordverbund Gestalt an: der VfL Bienrode hat die Beteiligung am
Damenhandball und der FC Wenden am Schwimmen angeboten.
In der Jahreshauptversammlung am 17. Januar 1976 steht der Bau einer neuen
Sport- und Mehrzweckhalle zwischen den Tennisplätzen und dem Waldgebiet
"Am Klei" auf der Tagesordnung, da die Turnhallenkapazität für den
Sportverein zu gering war. Dieser Antrag wurde grundsätzlich von den
Mitgliedern begrüßt, aber ein sofortiger Beschluss abgelehnt. Dieses Ziel wurde
fast weitere 10 Jahre lang - teilweise sehr intensiv und mit großem
organisatorischem Aufwand ergebnislos verfolgt.
Die Spieler der Faustballabteilung wurden in der Bezirksklasse Meister in
der Freiluftsaison und auch in der Hallensaison.
In der sehr aktiven Gymnastikabteilung fanden sich mehrere Interessentinnen
für den Volleyballsport, so dass am 19. Oktober 1977 die neue Abteilung
Volleyball gegründet wurde.
Die Faustballabteilung nahm erstmals mit 2 Herrenmannschaften am
Punktspielbetrieb teil. Die erste Mannschaft belegte wieder den 1. Platz in der
Bezirksklasse.
In der Adventszeit lud der Verein seine Senioren zu einem Treffen ein, an
dem auch Sportfreunde teilnahmen, die schon seit Jahren nicht mehr in Waggum
gewesen waren. Die Wiedersehensfreude war groß und alte Mannschaftsbilder gaben
Anlass zum Auffrischen von Erinnerungen. Ein Teil dieser Bilder wurde in der
Chronik "75 Jahre Sport in Waggum" [1] veröffentlicht.
Im Jahre 1978 zum 65-jährigen Bestehen richtete der Sportverein eine
Sportwoche und auch das Volksfest aus. Als besondere Attraktion wurde freitags
ein Beatabend mit der Gruppe "family penguin" aus Bath angeboten. Der
Kontakt zu dieser Gruppe entstand durch den Austausch der Waggumer Spielschar
mit dem Jugendorchester aus Bath.
Am Sonntag fand bei schönem, sommerlichem Wetter der traditionelle Umzug
statt. Im Anschluss daran erfolgte auf dem Sportgelände ein Fußballspiel der
Mannschaft des Stadtrates gegen eine Auswahl der Nordvereine. Die
Bereitschaftspolizei begeisterte die Zuschauer mit ihren Motorradstaffeln
insbesondere durch artistische Einlagen und zeigte außerdem Leistungen ihrer
Polizeihunde in gestellten Einsätzen.
Zur Zeit der Jahreshauptversammlung 1979 hatte der Verein 750 Mitglieder.
Die Altersklasse der 15 bis 25- jährigen war dabei relativ schwach vertreten.
Zum Hallenbau waren keine Beschlüsse zu
fassen, da die Planung noch nicht verabschiedet war und daher ein bindender
Kostenvoranschlag noch nicht erstellt werden konnte.
In der Faustballabteilung wurde die Jugendarbeit verstärkt und mit dem
Aufbau einer Jugendmannschaft begonnen.
Auch die Zahl der gemeldeten Tennismannschaften wuchs kontinuierlich - eine
Damen- und eine Seniorenmannschaft wurden zum Punkspielwettbewerb gemeldet.
Der Vorstand und der gesamte Verein wurden 1979 vom Schicksal schwer
getroffen, als der 1. Vorsitzende Dieter Aurich am 11. September bei einem
Kurzurlaub in Irland tödlich verunglückte. Im Sportverein hinterließ Dieter
Aurich eine große Lücke. Zu seinen besonderen Verdiensten gehört die
Erweiterung des Sportangebotes auf viele Sportarten inklusive der dazu
erforderlichen organisatorischen Maßnahmen. Es war ihm nicht vergönnt, seinen
ehrgeizigen Plan, eine Sport- und Mehrzweckhalle zu errichten, auszuführen.
1980: Große sportliche Erfolge
In der Generalversammlung am 19. Januar 1980 wurde Norbert Wyremba, der
seit Juni 1974 auch Ortsbürgermeister war, zum 1. Vorsitzenden und Knut Wilhelm
zum 2. Vorsitzenden gewählt. Christine Wollnik und Heidi Lüddecke wurden in
ihren Ämtern als Kassenwartin bzw. Schriftwartin bestätigt.
In der Faustballabteilung stieg durch den Einbau von 9 Jugendlichen die
Mitgliederzahl auf 24 Sportler.
In der Jahreshauptversammlung am 17. Januar 1981 stand der Hallenbau erneut
auf der Tagesordnung. Der Verein hatte bei der Stadt einen Zuschussantrag in
Höhe von 336.000 DM gestellt, der aber abgelehnt wurde. Am Ende des Jahres war
die Mitgliederzahl auf 797 Personen angewachsen und die Problematik bezüglich
der geringen Hallenstunden verschärfte sich weiter.
Da in einem Sportverein auch die
gesellschaftliche Seite nicht zu kurz kommen sollte, wurde 1981 auf der
Tennisanlage eine Terrasse erstellt, die gleichzeitig Grundstein für den
späteren Bau eines Tennisheims inmitten einer schönen gepflegten Grünanlage
darstellte.
Die Jugendmannschaft der Faustballabteilung wurde Vize-Bezirksmeister und
nahm an der Landesmeisterschaft in Delmenhorst teil. Zusätzlich wurde mit dem
Aufbau einer Schülermannschaft begonnen.
Im Jahr 1982 kandidierte der gesamte geschäftsführende Vorstand nicht mehr.
Zum neuen Vorstand wurden Günter Markworth (1. Vorsitzender), Götz Rüdiger
Kliesch (2. Vorsitzender), Bruni Thürmann (Kassenwartin) und Rosemarie Kücking
(Schriftführerin) gewählt. In den erweiterten Vorstand kamen Klaus Paasch
(Sportwart) und Ursula Wyremba (Sozialwartin) hinzu.
Waggum beging im Jahr 1982 sein 975-jähriges Ortsjubiläum, da es in einer
Schenkungsurkunde für das Kloster Steterburg im Jahr 1007 erstmalig urkundlich
erwähnt wurde. Die Abteilungen des Sportvereins führten in diesem Rahmen
zahlreiche sportliche Aktivitäten durch. Vom 1. Juni an veranstaltete die
Fußballabteilung 10 Pokalturniere, zu denen 35 Vereine eingeladen wurden. Am 6.
Juni nahmen 239 Personen am Volkswandern teil, das die Tischtennisabteilung
organisierte und am 13. Juni fand das Kreiskinderturnfest des Turnkreises
Braunschweig mit 450 Kindern aus 13 Vereinen auf der Sportanlage statt. Die
Tennisabteilung lud am 16. Juni zum "Tennis für jedermann" ein und am
Tag darauf zeigten die jüngsten Vereinsmitglieder vom
"Mutter-und-Kind-Turnen" beim Schauturnen in der Sporthalle ihren
Spaß an den Übungen. Die Leistungsgruppe der Mädchen und Jungen bewiesen dort
ihr Können und Kinder- und Damentanzgruppen rundeten das Programm ab. Den
Abschluss der Veranstaltungsreihe bildete das Volksfest vom 18. bis 21. Juni.
Die Jugendmannschaft der Faustballabteilung wurde Bezirksmeister und
belegte bei der Landesmeisterschaft in Papenburg einen guten Mittelplatz. Die
Schülermannschaft wurde Braunschweiger Bezirksmeister. Mit einer
Ausnahmegenehmigung versehen spielten sie auch im Bezirk Hannover. Dort
belegten sie trotz eines 8 Punkte Abzuges wegen Nichtantretens (Schnee und Eis)
den 2. Platz. Auch die Teilnahme an der Landesmeisterschaft in Nordhorn wurde
durch Schnee und Eis verhindert.
Im Laufe der Jahre drängte auch der
Tennisnachwuchs nach vorne. Ab 1982 wurde die erste Herrenmannschaft stetig mit
Jugendlichen verstärkt. Die Folge war, dass sich die „Erste Garde“ in die
Jungsenioren-Mannschaft zurückzog. Die ähnliche Entwicklung war auch bei den
Damenmannschaften der Tennisabteilung zu beobachten.
In der Jahreshauptversammlung am 21. Januar 1983 wurde aufgrund der
finanziellen Mehrbelastung des Vereins durch erhöhte Hallennutzungsgebühren und
gekürzte Zuschüsse eine Beitragserhöhung einstimmig angenommen. Durch eine
Satzungsänderung wurde der Sportwart dem geschäftsführenden Vorstand
zugerechnet.
Im Januar 1983 bildete sich eine Jazztanzgruppe innerhalb der
Damengymnastikabteilung. Diese Gruppe wuchs im Laufe des Jahres auf 50
Mitglieder an. Der Übungsraum in der Gastwirtschaft "Lindengarten"
war trotz Aufteilung in zwei Übungsgruppen reichlich klein.
Die Schülermannschaft der Faustballabteilung wurde in der Halle
Bezirksmeister in Braunschweig und Hannover. Bei der Landesmeisterschaft, wo
die Spiele draußen stattfanden, erreichten sie den 4. Platz. Dieses war eine
kleine Sensation, denn sie trainierten nur in der Halle. Bei überregionalen
Turnieren belegten sie nun nur vordere Plätze. Durch den Aufbau eines
Sponsorenkreises konnten weit über 12.000 Kilometer im Jahr gefahren werden,
denn 600 - 700 Kilometer am Wochenende waren keine Seltenheit.
Anlässlich des 70-jährigen Bestehens richtete der Sportverein in der Zeit
vom 4. bis 20. Juni 1983 das Volksfest aus, das wie schon im Vorjahr, mit
zahlreichen sportlichen Veranstaltungen angereichert wurde.
Der Bau des Tennisheims wurde begonnen und vielen
freiwilligen Aktivitäten der Mitglieder war es zu verdanken, dass im Herbst
1984 Richtfest gefeiert werden konnte. Die weiteren Ausbaumaßnahmen wurden im
Jahre 1985 abgeschlossen und nach dem Kauf des Mobiliars einschließlich einer
Kücheneinrichtung war die erste Baustufe abgeschlossen.
Die Satzung war das Schwerpunktthema der Jahreshauptversammlung am 27.
Januar 1984. Sie war grundlegend überarbeitet worden und wurde mit einigen
Änderungen einstimmig beschlossen. Im Frühjahr 1984 erfolgte die Eintragung
beim Amtsgericht.
Den Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des Jahres 1984 setzte im
sportlichen Bereich die Faustballschülermannschaft. Als
Vize-Niedersachsenmeister und als Norddeutscher Vizemeister nahm sie an der
Deutschen Meisterschaft in Hamburg teil, belegte dort aber leider keinen Platz
auf dem Treppchen. Die gute Arbeit von
Olaf Giese und Dietmar Türke wurde auch von anderen Abteilungen unterstützt,
die in der Vorbereitungszeit zur Deutschen Meisterschaft zum Teil auf ihre
Hallenzeiten verzichteten. Auf Grund seiner, bei der DM gezeigten Leistungen
wurde der Schüler Sören Giese, vom Deutschen Turnerbund, zu einem zweiwöchigen
Lehrgang der Nationalmannschaft nach Frankfurt eingeladen. Leider zerfiel die
Schülermannschaft, so dass an diese Erfolge nicht mehr angeknüpft werden
konnte. Die Mitgliederzahl der Faustballabteilung war zwischenzeitlich auf 34
Mitglieder angewachsen.
In den Sitzungen des Vereinsrats im Jahr 1985 wurde die Errichtung eines
Anbaus am Sportheim als Geschäfts- und Versammlungsraum geplant, und in Gesprächen
mit dem Stadtkämmerer Dr. Bräcklein wurde die Übertragung der
Sportanlagenpflege an den Verein erörtert. Im Januar 1987 sprach sich die
Mitgliederversammlung des Vereines mit 36 zu 44 Stimmen gegen den Antrag auf
Übernahme des Sportplatzes aus.
Am 29. Oktober 1987 wurde mit dem "Tanzkreis Waggum" eine weitere
Abteilung des Sportvereins gegründet, die das sportlich-gesellige Angebot des
Vereins für alle Altersstufen erweiterte.
Die vierzehn Gründerpaare Becker/Fränkel, Bötticher, Freitag, Hinze, Janze-Raake,
Simon, Markworth, Löttrich, Sukop, Rosenau, Schildhauer, Schönfeld, Stülten und
Zöllkau mit Tanzlehrer Lühmann.
Die Jahreshauptversammlung am 29. Januar 1988 stand im Zeichen der
Vorbereitungen zur 75-Jahr-Feier des Sportvereins. Diese Aufgabe wurde in die
Hände des Vorstands gelegt, der aus Günter Markworth (1. Vorsitzender), Uwe
Fritsch (2. Vorsitzender), Heidi Lüddecke (Kassenwartin), Helmut Gawlik
(Schriftführer), Klaus Paasch (Sportwart) und Heidi Ahrens (Sozialwartin)
bestand. Unterstützt wurden sie von den Abteilungsleitern Ruthard Koehler
(Faustball), Rainer Storde (Fußball), Felicitas Sagasser (Gymnastik), Monika
Kiehne (Jazztanz), Detlef Bade (Judo), Helga Kaethner (Kegeln), Andreas Bläser
(Kinderturnen), Wolfgang Riedel (Leichtathletik), Gerhard Stülten (Tanzen),
Hans-Henning Mühlke (Tennis), Andreas Richter (Tischtennis) und Sabine
Parzyjegla-Dillge (Volleyball).
Die Chronik "75 Jahre Sport in Waggum - Aus der Geschichte des SV
Grün-Weiß Waggum e.V. und seiner Vorgängervereine" [1] wurde von Gerhard
Rosenau, Sepp Schmitz, Josef Temming, Geert Teunis und Bodo Thürmann erstellt.
Die Tennisabteilung vollzog eine kontinuierliche
Aufwärtsentwicklung. Anfang 1988 umfasste der Mitgliederbestand 280 Personen.
Völlig lautlos entwickelte sich die Tennisabteilung somit zur größten Abteilung
des Sportvereins Grün-Weiß Waggum und belegte in der Stadt Braunschweig den
fünften Rang.
Ein besonderer sportlicher Höhepunkt im Jahr 1988 war der erstmalige
Titelgewinn im Block-Fünfkampf bei den Deutschen Meisterschaften der
Leichtathletik durch Birgit Riedel (links außen). den sie sogar 1989
wiederholte. Außerdem belegte Carolin Dollas den 7. Platz (7. von links).
In der Jahreshauptversammlung am 27. Januar 1989 konnte Günter Markworth
den Mitgliedern mitteilen, dass ein Förderkreis für Fußball ins Leben gerufen
wurde, der die Aufrechterhaltung des sportlichen Angebots in Waggum für Kinder
und Jugendliche auch in Zukunft sicherstellen solle. Die Versammlung
beauftragte den Vorstand, die Verhandlungen mit der Stadt bzgl. der
Sportplatzübernahme fortzusetzen.
Aber auch andere Abteilungen freuten sich über sportliche Erfolge: die
Damen der Volleyballabteilung stiegen in die Bezirksliga auf und die
Fußballabteilung verzeichnete den Aufstieg von vier Mannschaften. Hier war der
Aufstieg der Damen in die Bezirksklasse und der 1. Herrenmannschaft in die
Kreisliga besonders erwähnenswert.
Die Vorstandsarbeit des Jahres 1989 war geprägt von den Aktivitäten zur
Erweiterung des Sportheimes, von der Umstellung der externen Vereinsverwaltung
auf die eigene EDV und von einer kontinuierlichen Steigerung der Mitglieder im
Verein.
1990: Höchste Mitgliederzahl und Deutsche
Meisterschaften
Dem ausscheidenden 1. Vorsitzenden Günter Markworth wurde auf der
Jahreshauptversammlung am 26. Januar 1990 die Goldene Ehrennadel des
Sportvereins Grün-Weiß Waggum verliehen. Eine Beitragserhöhung wurde
beschlossen: die Jahresbeiträge beliefen sich nun auf 144 DM für Erwachsene, 96
DM für Jugendliche, 300 DM für Familien und 72 DM für passive Mitglieder. Bei
den anstehenden Neuwahlen wurden Uwe Fritsch (1. Vorsitzender), Ruthard Koehler
(2. Vorsitzender), Helmut Gawlik (Schatzmeister), Heidi Lüddecke
(Schriftführer), Detlef Schiel (Sportwart) und Heidi Ahrens (Sozialwartin)
gewählt.
Wie schon im Vorjahr setzte den besonderen sportlichen Höhepunkt im Jahr
1990 wieder die Leichtathletik: Platz 2 im Siebenkampf bei den Deutschen
Meisterschaften Sinnika Schneider, Carolin Dollas und Birgit Riedel.
Positiv war auch der Aufwärtstrend bei der Faustballabteilung: nach vielen
Jahren konnte wieder eine Mannschaft am Punktspielbetrieb in der Hallensaison
teilnehmen.
In der Jahreshauptversammlung am 25. Januar 1991 stand der Antrag des
Vorstandes, die Sportplatzanlage von der Stadt zu mieten und in eigener Regie
zu führen,
erneut auf der Tagesordnung. Nach ausgiebiger Diskussion stimmten über 85% der
anwesenden Mitglieder mit Ja und beauftragten somit den Vorstand unter der
Leitung von Uwe Fritsch, den entsprechenden Vertrag auszuarbeiten und die
Übernahme einzuleiten.
Im Jahr 1991 konnten Sinnika Schneider und Birgit Riedel ihren
Vorjahreserfolg im Siebenkampf wiederholen: sie errangen erneut den 2. Platz
bei den Deutschen Meisterschaften.
Im Laufe des Jahres waren neue Trainer verpflichtet worden: so förderte nun
Andreas Schwanbeck die Leistungsgruppe der Leichtathletikabteilung, Stefan
Ahrens und Roland Siebecke machten ihren Übungsleiterschein für Turnen und
unterstützten Marina Stegen, die für Frauke Ellwart das Training in der
Kinderturnabteilung übernahm. Leider fehlten weiterhin Trainer für die
Jazztanz- und die Volleyballabteilung.
Die anstehenden Neuwahlen auf der Jahreshauptversammlung am 24. Januar 1992
verliefen nicht ganz so wie gewünscht. Die Diskussion über die Mängel und
Versäumnisse in der Kassenführung führten dazu, dass sich trotz kurzer
Unterbrechung keiner der anwesenden Mitglieder bereit erklärte, das Amt des
Schatzmeisters zu übernehmen. Der neu gewählte Vorstand Uwe Fritsch (1.
Vorsitzender), Ruthard Koehler (2. Vorsitzender), Bärbel Bethke
(Schriftführerin), Wolfgang Bethke (Sportwart) und Heidi Ahrens (Sozialwartin)
wurden beauftragt, umgehend eine außerordentliche Jahreshauptversammlung mit
dem Tagesordnungspunkt "Neuwahl eines Schatzmeisters" einzuberufen. Diese
erfolgte am 20. März 1992. Helmut Gawlik führte das Amt des Schatzmeisters
schließlich weiter. Leider konnte auch der Beschluss auf Sportplatzübernahme
von der Jahreshauptversammlung 1991 noch nicht umgesetzt werden, da nicht alle
Verhandlungspunkte des Vertrages einvernehmlich geklärt werden konnten.
Endlich wurde der Anbau des Sportheims fertig gestellt, und nach dem
Scheitern der Verhandlungen zur Übernahme der Sportanlage wurden erneut
Gespräche zwischen dem Liegenschaftsamt der Stadt Braunschweig, der Firma
Wolters, dem Unterpächter und dem Vorstand über die Zusammenlegung des Anbaus
mit dem Gemeinschaftsraum geführt und mit Erfolg abgeschlossen.
Auf der Jahreshauptversammlung am 29. Januar 1993 konnte sich Ruthard
Koehler in Abwesenheit des Vorsitzenden Uwe Fritsch bei zahlreichen Mitgliedern
für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr bedanken: die Arbeiten zur
Fertigstellung des Anbaus wurden zu einem großen Teil von den
Vereinsmitgliedern unentgeltlich und mit erheblichem Einsatz durchgeführt.
Stellvertretend für die vielen helfenden Hände wurden Horst Büsing, sen. und
jun., Friedhelm Warnecke, Olaf Knigge, Rico Brandes, Ingo Knigge, Wolfgang
Riedel und Hans Jürgen Renner genannt. Mit mehr als 15.000 DM floss ein nicht
unerheblicher Teil des Jahresetats in dieses Bauvorhaben. Dies war aber nicht
der Grund, warum es dann noch zur Anhebung der Vereinsbeiträge kam: die zu
verbessernde Versorgung der Abteilungen mit gut ausgebildeten Trainern und
Übungsleitern war der Anlass.
Die Leistungen in der Leichtathletik waren 1993 wieder sehr beachtlich:
Carolin Dollas, Sinikka Schneider und Birgit Riedel (von links nach rechts)
erreichten bei den Deutschen Meisterschaften den 3. Platz. Birgit wurde
Mitglied im C-Kader Siebenkampf.
Aber auch die Erfolge im Breitensport in dieser Abteilung waren lobenswert:
in der Sportabzeichengruppe wurden die Leistungen für 35 Sportabzeichen
abgenommen. Die Familien Schröder, Fuhrmann, Grahn, Kuck und Riedel erlangten
das Familiensportabzeichen.
Die Damen der Fußballabteilung errangen den Bezirkspokal, und die 1.
Herrenmannschaft bestritt bei herrlichem Wetter vor über 500 Zuschauern ein
Freundschaftsspiel gegen die Amateuroberligamannschaft von Eintracht
Braunschweig.
Das 80-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 1993 wurde mit einem Sport- und
Spielfest auf dem Sportplatz am 22. Mai, einer Sportwoche, einer
Schauveranstaltung in der Sporthalle am 23. Juni und natürlich im Rahmen des
Volksfestes ausgiebig gefeiert. Die Mitglieder fast aller Abteilungen, von der
Damengymnastik bis zu den Tänzern, boten der Öffentlichkeit mit ihren
Auftritten einen guten Überblick über die Aktivitäten im Sportverein.
Die Jahreshauptversammlung am 28. Januar 1994 war sicher eine der kürzeren
in der Vereinsgeschichte. In weniger als 2 Stunden wurden alle
Tagesordnungspunkte inklusive Neuwahlen behandelt. Der neu gewählte Vorstand
Uwe Fritsch (1. Vorsitzender), Ruthard Koehler (2. Vorsitzender), Angela
Steinfelder (Schatzmeisterin), Constanze Paasch (Sportwartin), Brunhilde
Kuck-Henning (Schriftführerin) und Heidi Ahrens (Sozialwartin) starteten einen
erneuten Anlauf zur Sportplatzübernahme. In der außerordentlichen
Jahreshauptversammlung am 8. Juli 1994 mit dem einzigen Tagesordnungspunkt
"Übernahme des Sportplatzes" bekam der Vorstand dann auch zum zweiten
Mal, nach der erstmaligen Zustimmung im Jahr 1991, das entsprechende Votum der
Mitglieder, das schließlich zur Sportplatzübernahme ab dem 1. Januar 1995
führte.
Am 20. Januar 1995 konnte Carsten Brand als Abteilungsleiter der neu
gegründeten Basketballabteilung zur Jahreshauptversammlung des Sportvereins
Grün-Weiß Waggum berichten, dass 20 Mitglieder in einer Herrenmannschaft und
einer A-Jugendmannschaft am Punktspielbetrieb teilnahmen. Zwei Spieler, Michael
Maring und Helge Lüders, hatten die Basketball-D-Trainer-Ausbildung erfolgreich
abgeschlossen. Bei der Wahl stand Ruthard Koehler als 2. Vorsitzender nicht
mehr zur Verfügung. Harald Kuck wurde als neuer 2. Vorsitzenden im Rahmen der
notwendigen Nachwahl gewählt.
Mitte 1995 hatte der Verein 1041 Mitglieder mit einem Durchschnittsalter
von 30 Jahren. Das Beitragsaufkommen betrug nun 100.000 DM. Die
Tischtennisabteilung beging am 20. Mai 1995 ihr 25-jähriges Bestehen mit einem
großen Spielfest in der Halle und abschließender Feier im Sportheim, an der
auch zahlreiche Gäste und ehemalige Spieler teilnahmen. Mit Olaf Böhm als neuem
Spitzenspieler nahm die Tischtennisabteilung den dritten Anlauf zum Aufstieg in
die Bezirksoberliga. Birgit Riedel, Carolin und Verena Dollas erreichten mit
ihren guten Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften die Frauenmannschaft
der Leichtathletik-Gemeinschaft Braunschweig einen 6. Platz und erreichten
damit den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Auch Gesa Schönfeld qualifizierte sich
im Siebenkampf zu den Deutschen Meisterschaften. Die Jungseniorinnen der
Tennisabteilung stiegen in die Verbandsklasse auf.
Die 1. Herrenmannschaft der Fußballabteilung stieg mit folgender Besetzung
in die Bezirksklasse auf: S. Geie, P. Fiedler, M. Preuß, M. Brzina, A.
Meyer, I. Deppe, F. Rausche, F. Brandes, A. Ahrens, V. Pahnke, F. Deka, J.
Oberhem, I. Geisler, F. Hagedorn, C. Schlensog, A. Grzyb, S. Schulz, Trainer:
J. Hasselbach, Co-Trainer: U. Krausch, Betreuer: W. Wilde
Susanne Wilde erhielt für ihre hervorragende Leistung im Bereich der
Jugendarbeit, speziell im Mädchenfußball, den Sepp-Herberger-Gedächtnispreis.
Auf der Jahreshauptversammlung am 26. Januar 1996 wurde über das erste Jahr
nach der Sportplatzübernahme berichtet. Die Kosten für Wasser, Strom und
Heizung beliefen sich auf 35.000 DM, demgegenüber standen Zuwendungen von der
Stadt in Höhe von 24.000 DM. Die gesamten Kosten eines Haushaltsjahres betrugen
inzwischen über 220.000 DM. Die erhöhten Preise für Neuanschaffungen und die
Anpassung der Aufwandsentschädigung für Übungsleiter auf eine angemessene Höhe
führten zu einer Beitragserhöhung. Die Jahresbeiträge beliefen sich nun auf 190
DM für Erwachsene, 130 DM für Jugendliche, 380 DM für Familien und 90 DM für
passive Mitglieder. Abgelehnt wurde der Antrag, das Rauchverbot in der nächsten
Mitgliederversammlung aufzuheben. Wolfgang Hummel erhielt die
Ehrenmitgliedschaft für seine 25-jährige ehrenamtliche Kassenwarttätigkeit in
der Tennisabteilung. Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden Uwe Fritsch (1.
Vorsitzender), Harald Kuck (2. Vorsitzender), Angela Steinfelder
(Kassenwartin), Brunhilde Kuck-Henning (Schriftwartin) und Heidi Ahrens
(Sozialwartin) in ihren Ämtern bestätigt. Neu hinzu kam Ralf Zeutschler als
Sportwart.
Einige unermüdliche Waggumer, die regelmäßig die Fußballspiele auf dem
Sportplatz verfolgten hatten eine Vision. Im Sommer und Winter standen sie zu
unseren Farben, aber sie wollten nicht mehr im Regen stehen. Eine Überdachung
musste her! H. Zelder, D. Deka, L. Jursitzka, H. Büsing, W. Kagelmann und H. Maring
suchten einen Architekt, fanden Hubert Gordian und plante eine in Braunschweig
einmalige Tribüne für unseren Sportplatz. Das „Waggumer Waldstadion“ war
geboren… zumindest theoretisch. Der 1. Vorsitzende Uwe Fritsch unterstütze das
Vorhaben und es ging an die Umsetzung. Am 17.08.1996 wurden die Fundamente
ausgehoben, der erste Spatenstich erfolgte durch H. Maring und J. Gordian unter
der Aufsicht von H. Büsing. Sponsoren wurden gesucht und gefunden. Günter
Markworth lieferte das Holz, Bernd Steinfelder Anbauteile und Hubertus Kolbe
erledigte die Erdarbeiten. Die Koordination übernahm der 2. Vorsitzende Harald
Kuck-Henning und das alles unter der Generalaufsicht von H. Büsing. Am
09.03.1997 weihte Uwe Fritsch die Tribüne ein. Sein Dank galt allen Helfern
unter anderen W. Bethge, G. Achatz, S. Schulz, B. Sturm, H. Herder und H.
Büsing jun..
Die angespannte Situation der Versorgung der Abteilungen mit Hallenzeiten
konnte durch die Nutzung der Sporthalle der Husaren-Kaserne durch die
Leichtathletikabteilung und die Nutzung der Streitberghalle durch die
Volleyballabteilung etwas verbessert werden. Nach dem kurzfristigen Rücktritt
der Schatzmeisterin Angela Steinfelder hatte Uwe Fritsch diese Funktion
kommissarisch übernommen. Seine persönliche Fehleinschätzung des
Arbeitsaufwandes hatte zu ständiger Kritik Anlass gegeben und führte zu
kurzfristigen finanziellen Engpässen in den Abteilungen. Das Zusammenspiel
zwischen Hauptkasse und Abteilungskassen
musste als "weiter verbesserungswürdig" eingestuft werden.
Die Mehrheit der Mitglieder des alten Vorstands hatte zur
Jahreshauptversammlung am 24. Januar 1997 ihre Ämter niedergelegt, lediglich
Uwe Fritsch (1. Vorsitzender) und Heidi Ahrens (Sozialwartin) nahmen ihre
Aufgaben weiterhin wahr. In den deshalb notwendigen Wahlen wurde der Vorstand
durch Ingo Knigge (2. Vorsitzender), Ruthard Koehler (Kassenwart), Marina
Stegen (Schriftführerin) und Martina Brezina (Sportwartin) ergänzt.
Der Antrag, das Lastschrifteinzugsverfahren für die Mitgliedsbeiträge für
alle Mitglieder des Vereins vorzuschreiben, erhielt nach regem Wortgefecht
keine Mehrheit. Dem Antrag der Fußballabteilung, den kleinen Grantplatz in eine
Rasenfläche umzuwandeln, damit eine zusätzliche Spielfläche entsteht, wurde
zugestimmt.
Der Ausbau der Terrasse vor dem Sportheim und die Umgestaltung des
Tennisheims wurden so abgeschlossen, dass im September 1997 zum 25-jährigen
Bestehen der Tennisabteilung eine "Italienische Nacht" gefeiert
werden konnte. Die Tanzabteilung konnte am 25. Oktober 1997 feiern: 10 Jahre
Tanzkreis Waggum war der Grund, aus dem sich zahlreiche Festgäste zu Musik der
Tanzkapelle "Duo Magistrale" und bei kalt/warmem Büfett einen schönen
Abend im Sportheim machten.
Leider gab es aber auch traurige Momente: unser Ehrenvorsitzender Sepp
Schmitz verstarb, ein Sportsmann und Funktionär, der viel für den Sportverein
Grün-Weiß Waggum getan hat.
In der Jahreshauptversammlung am 31. Januar 1998 standen wieder
turnusmäßige Wahlen auf der Tagesordnung. Gewählt wurden Uwe Fritsch (1.
Vorsitzender), Udo Krausch (2. Vorsitzender), Ruthard Koehler (Kassenwart),
Martina Brezina (Sportwartin), Conny Braun (Schriftführerin) und Frank Deka
(Sozialwart). Dem Antrag auf Beitragserhöhungen wurde zugestimmt: Die
Jahresbeiträge beliefen sich nun auf 216 DM für Erwachsene, 144 DM für
Jugendliche, 432 DM für Familien und 90 DM für passive Mitglieder. Beschlossen
wurden zwei Satzungsänderungen: "passive Mitglieder zahlen höchstens den
halben Beitrag" und "Mitglieder können nur im Rahmen der Bestimmungen
der Satzung Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten. Dafür ist der
Beschluss des Vorstandes oder der Jahreshauptversammlung notwendig."
Außerdem wurden der Antrag auf Einstellung einer hauptamtlichen Kraft zur
Unterstützung des Vorstandes im Verwaltungsbereich auf 620-DM-Basis und der
Vorschlag, den Grantplatz erst nach Prüfung der finanziellen Lage in einen
Rasenplatz umzuwandeln, angenommen. Im Laufe des Jahres wurde Sigrid Schröder
als Schreibkraft eingestellt.
Das Straßenfest unter dem Motto "Spiel ohne Grenzen" wurde u.a.
von Michael Brezina, Frank Deka und Achim Grzyb organisiert und war
insbesondere für die Kinder ein voller Erfolg. Im Gegensatz dazu stand leider
das Volksfest etwas mehr unter dem Motto "Pleiten, Pech und Pannen".
Ein versöhnlicher Abschluss im Rahmen des 85-jährigen Bestehens des Vereins war
sicherlich das Fußballspiel Eintracht Braunschweig gegen einen Verein aus Kairo
auf der Waggumer Sportanlage, die sicher noch nie so viele Zuschauer auf einmal
beherbergt hatte.
Aus beruflichen Gründen traten Udo Krausch (2. Vorsitzender) und Ruthard
Koehler (Kassierer) auf der Jahreshauptversammlung am 29. Januar 1999 zurück.
Erst nach einer Pause konnte der neue Vorstand komplettiert werden: Uwe Fritsch
(1. Vorsitzender), Frank Deka (2. Vorsitzender), Lisa Kahlfeldt (Kassenwartin),
Conny Braun (Schriftführerin), Martina Brezina (Sportwartin) und Sigrid
Schröder (Sozialwartin). Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes"
wurde von Uwe Fritsch zur Umwandlung des Grantplatzes erklärt, dass die Kosten
in Höhe von ca. 30.000 DM für den Verein nicht tragbar seien.
Die 1. Herrenmannschaft der Fußballabteilung stieg in die Bezirksliga auf
und erreichte zum Ende des Jahres mit nachfolgender Besetzung einen hervorragenden 3. Tabellenplatz.
S. Geie, J. Streiff, F.Hagedorn, M. Günther, A. Meyer, M.
Preuß, H. Zobel, M. Ulrich, A. Hille,
M. Sperling, F. Rausche, C. Maume, O. Raupp, I. Deppe, R.
Schulze, A. Ahrens, S. Schulz,
M. Parkitny, R. Trintwedel, J. Becker, Trainer: J.
Hasselbach, Betreuer: M. Peppel, M. Wiegand.
Auch im Jahr 1999 glänzte die Leichtathletikabteilung mit guten Leistungen.
Als Beispiel stehen hier Britta Strauß mit einem 4. Platz von 8678 Teilnehmern
aus 25 Ländern auf der 15 km langen Strecke beim Celler Wasalauf und die
Seniorin Maren Klawonn (Altersklasse W 60) mit Platz 1 auf der
Niedersächsischen Bestenliste im Hoch- und Weitsprung. Innerhalb des Projektes
"Kooperation von Schule und Verein" leitete Wolfgang Riedel zwei
Leichtathletik-Arbeitsgemeinschaften an der Grundschule Waggum, um weitere
Kinder für diesen Sport zu begeistern.
Die Damen der Tennisabteilung stiegen in die Verbandsliga und die 1.
Herrenmannschaft in die Verbandsklasse auf.
Am 13. Dezember 1999 feierte die Gymnastikabteilung ihr 30-jähriges
Bestehen bei Dieter Baderschneider in der Gaststätte "Lindengarten",
der eigens für die Damen an diesem Montag öffnete. Bei Hochzeitssuppe,
Hirschkalbbraten und Eis mit heißer Soße hatten alle viel Spaß. Unter der
Festtagsgesellschaft befanden sich auch 5 Damen, die seit der
Abteilungsgründung dabei waren: Käthe Hamann, Erika Klages, Hildegard Knigge,
Barbara Rosenau und Ruth Teunis.
Uwe Fritsch wurde auf der Jahreshauptversammlung am 28. Januar 2000 zum
Ehrenmitglied ernannt, denn nach 10-jähriger ehrenamtlicher Arbeit als 1.
Vorsitzender stellte er sich nicht mehr zur Wiederwahl.
Eine seiner letzten Aufgaben im Amt war das Gedenken an die Verstorbenen:
an Heinz Pietsch, mit dem ihn viele persönliche Erinnerungen im gemeinsamen
Tischtennissport verbanden und auch an die Ehrenmitglieder Herbert Maring, der
früher leidenschaftlicher Fußballer war und später Förderer und Zuschauer und
Alfred Knigge, der über 20 Jahre als Platzwart auf der Sportanlage den
Sportverein unterstützte.
Zum neuen Vorstand wurden Hans Joachim Adams (1. Vorsitzender), Frank Deka
(2. Vorsitzender), Uwe Schulz (Kassenwart), Sigrid Schröder (Schriftführerin),
Martina Brezina (Sportwartin) und Conny Braun (Sozialwartin) gewählt. Durch
Beschluss wurde festgelegt, dass das Mitführen von Hunden an der kurzen Leine
auf dem gesamten Gelände des Sportvereins erlaubt ist.
Zu Pfingsten wurde von der Fußballabteilung ein großes Turnier
ausgerichtet. Über sechzig Mannschaften von der G- bis zur B-Jugend reisten
unter anderem aus Hamburg, Hannover und Chemnitz an. Sie übernachteten auf der
Sportanlage und wurden über vier Tage gut verpflegt. Unter den zahlreichen
Zuschauern konnte man auch prominente Spieler aus der 1. und 2. Bundesliga
hautnah erleben. Dieses Turnier soll weiterhin alle zwei Jahre stattfinden.
Die Organisatoren der Pfingstjugendturniere von links: Sven Geie, Martin
Stielau, Thomas Klöppelt, Thomas Freitag
Auf der Jahreshauptversammlung am 26. Januar 2001 wurden Neuwahlen
notwendig, da Frank Deka und Martina Brezina nicht mehr für ihre Ehrenämter zur
Verfügung standen. Rainer Storde wurde zum 2. Vorsitzenden und Andreas Richter
zum Sportwart gewählt.
Die Basketballabteilung stand im Jahr 2001 auf dem Zenit ihrer Entwicklung.
Die Abteilungsleiterin Friederike Mansfeld konnte den Aufstieg der Damen- und
der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksoberliga verkünden. Weiterhin bildeten
die ca. 100 Abteilungsmitglieder eine weitere Herren- und 3 Jugendmannschaften,
die am Punktspielbetrieb teilnahmen. Diese wurden besonders durch die Kooperation
mit dem Lessinggymnasium Wenden unterstützt. Uwe Fritsch belegte den 5. Platz
bei den Senioren-Landesmeisterschaften des Tischtennisverbandes Niedersachsen.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung wurde Hartmut Zelder
für seine 25-jährige Schiedsrichtertätigkeit geehrt. Gegen Ende des Jahres 2001
belasteten hohe Außenstände der Fußballabteilung und fehlende Pachteinnahmen
ehemaliger Vereinswirte die Vereinskasse stark.
Besonders erfreulich war die Neugründung der Inlinerabteilung. Conny Braun
bot Anfängerkurse an und schon im Mai nahmen 15 Personen am 1. Handbiker- und
Skater-Marathon von Hannover nach Celle teil. Weitere Veranstaltungsbesuche
dieser Art folgten....
Von links: Carsten Krohn, Benno Marschke, Hansi Schulz, Jens Zimmer, Conny
Braun, Christian Urbanke, Sarah Dinkelbach, Wilfried Mühlen, Sebastian Grziwa,
Thomas Walden, Marion Walden, Christiana Haucke, Susanne Bothe.
Wesentliche Punkte des Berichts des 1. Vorsitzenden Hans Joachim Adams auf
der Jahreshauptversammlung am 25. Januar 2002 waren der fehlende Nachwuchs und
die stagnierende Mitgliederzahl in Verbindung mit der angespannten finanziellen
Situation. In diesem Zusammenhang erfolgte auch der Hinweis, dass man sich
intensiv mit den säumigen Beitragszahlern auseinandersetzen würde. Außerdem sollten alle Übungsleiter dem
Vorstand gemeldet werden, um u.a. die Zuschussanträge besser koordinieren zu
können.
Hans Joachim
Adams (1. Vorsitzender), Uwe Schulz
(Schatzmeister), Sigrid Schröder (Schriftführerin) und Andreas Richter
(Sportwart) wurden in Ihren Ämtern wiedergewählt. Für den zurückgetretenen
Rainer Storde wurde Michael Brezina in Abwesenheit zum 2. Vorsitzenden gewählt,
sowie Karl-Heinz Adams als Sozialwart für Conny Braun, die ihr Amt ebenfalls
zur Verfügung stellte.
Die Kooperation der Tischtennisabteilung mit der Grundschule Waggum trug
erste Früchte, d.h. neue Mitglieder traten der Abteilung bei. Thilo Marschke
belegte den 5. Platz bei den Landesmeisterschaften der Schüler des
Tischtennisverbandes Niedersachsen.
Die Planungen für das 90-jährige Bestehen des Vereins nahmen auf der
Jahreshauptversammlung am 31. Januar 2003 einen breiten Raum ein. Von Pfingsten
2003 bis zum Volksfest sollte durch besondere Aktivitäten der Abteilungen das
Jubiläum von diesen mitgestaltet werden. Eine besondere Ehrung wurde Wolfgang
Riedel anlässlich seines 70. Geburtstags zuteil. Hans Joachim Adams überreichte
ihm die Ehrennadel in Gold für seine besonderen Verdienste um den Verein.
Außerdem erhielt er die Silberne Ehrennadel des Niedersächsischen
Leichtathletikverbandes. Michael Brezina erklärt seinen Rücktritt vom Amt des
2. Vorsitzenden, eine sofortige Neuwahl erfolgte jedoch nicht.
Gegen Ende des Jahres 2003 trennte sich der Vorstand vom Pächter des
Vereinsheims. Leider hatte dieser seine Pachtzahlungen eingestellt. Und wie
auch schon bei einigen seiner Vorgänger musste der Rechtsweg eingeschlagen
werden. Für alle Trainer wurden neue Verträge abgeschlossen, um den aktuellen
steuerlichen und sozialversicherungstechnischen Belangen zu genügen. Wie schon
so oft, repräsentierten die Damen der Jazztanzabteilung den Verein durch Ihre
Auftritte, diesmal beim Erntedankfest.
Die anstehenden Vorstandswahlen der Jahreshauptversammlung am 30. Januar
2004 ergaben das folgende Ergebnis: Hans Joachim Adams (1. Vorsitzender), Uwe
Schulz (Schatzmeister), Sigrid Schröder (Schriftführerin) und Andreas Richter
(Sportwart) wurden in Ihren Ämtern bestätigt. Für die Posten des 2.
Vorsitzenden und des Sozialwartes stellten sich keine Mitglieder zur Wahl, so
dass diese unbesetzt blieben.
Ein Dauerbrenner war immer noch die finanzielle Situation und die geringer
werdende Mitgliederzahl. Dies führte zu einer Beitragserhöhung. Die
Jahresbeiträge wurden auf die folgenden Beträge angehoben: für Familien auf 240
€, Erwachsene 120 €, Jugendliche 80 € und für Passive auf 50 €.
Die Seniorenmannschaft der Tischtennisabteilung konnte erstmalig den
Senioren-Stadtpokal erringen. Volker Müller vom TTSV BS übergab den Pokal und
die Urkunden an Andreas Richter, Christian Janecke-Schilhab, Carsten Hauffe,
Michael Dürkopp und Winfried Eck (von links nach rechts). Im Jahre 2005 konnte der Titel erfolgreich
verteidigt werden.
Ein Meilenstein in der Tennisabteilung war im
Jahre 2004 die Eingliederung zahlreicher Mitglieder des ehemaligen Tennisverein
Moorhütte. Diese „Blutauffrischung“ brachten frischen Schwung, interessante
Ideen und neue Freundschaften in das Vereinsleben.
Am 23. März 2004 kündigte der Vorsitzende des VfL Bienrode, Stelter, alle
Absprachen bezüglich des ehemaligen Nordverbundes auf. Somit gab es lediglich
noch mit der SG Bevenrode gültige Absprachen bzgl. einer gemeinsamen
Zusammensetzung einzelner Sportgruppen. Neue Vereinbarungen, die auch einen
finanziellen Ausgleich beinhalten, wurden angestrebt.
Im Sommer 2004 erfolgte der Startschuss für das erste Kursangebot im
Videodancing und somit der Aufbau einer Jugendabteilung im Jazzdance. In der
Basketballabteilung kam es zu massiven Rückschlägen: Der neue Vorstand unter
Silke Knoll ("eigentlich nur Spielermutter") hatte mit hohen
Ordnungsstrafen und dem Verlust eines guten Trainers zu kämpfen. Durch die
gestrichene Bezuschussung der Kooperationen mit den Schulen ist der gesamte
Jugendbereich stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein Lichtblick boten die
neuen Verhandlungen bzgl. einer Spielgemeinschaft mit dem Sportverein
Lagesbüttel. Im Jugendbereich der Fußballabteilung erfolgte eine gute
Zusammenarbeit mit den Sportvereinen aus Bevenrode und Bienrode.
Isabell Dollas nahm erfolgreich an den Deutschen Meisterschaften des
Leichtathletikverbandes in Braunschweig teil und die Erweiterung und der Ausbau
des Tennisheims (Umkleide- und Duschräume) wurden vom zuständigen Fachbereich
der Stadt Braunschweig genehmigt.
Am 7. Oktober 2004 verstarb unser Platzwart Wolfgang Grzyb, der auch als
Gastwirt und Trainer dem Verein mit großem Einsatz und Fachwissen seit 1971 zur
Seite stand.
Nach langer Suche wurde auf der Jahreshauptversammlung am 28. Januar 2005
endlich wieder ein Kandidat für das Amt des 2. Vorsitzenden gefunden und
gewählt: Harald Schulz-Pollex. Leider bleibt das Amt des Sozialwartes weiter
unbesetzt. Die Leichtathleten hatten gute Gründe zur Freude: Sie erhielten
endlich zwei Container für Ihre Geräte und Carolin Dollas wurde für ihren 10.
Platz im Hochsprung des DLV ausgezeichnet.
Am 2. Juli 2005 fand auf dem Sportplatz unter fachlicher Aufsicht ein
Sportabzeichenfest statt.
Neben den Leistungen des Deutschen Sportabzeichens (außer Schwimmen) konnte
auch erstmals das Waggumer Spaßsportabzeichen bestehend aus Basketballfreiwurf,
Dosenwurf, Labyrinth, Tischtennisballmaschine und Torwand oder auch das
Kinderspaßsportabzeichen mit Hutwurf,
Bananenkistenhochsprung, Schatz sieben und Schneckenrennen errungen
werden.
Es gab nicht nur Einzel-, sondern auch Team- und Familienwertungen, so dass
bei der Siegerehrung, eingerahmt von den Auftritten der Jazztanzabteilung,
zahlreiche Urkunden und Pokale den glücklichen Gewinnern übergeben werden
konnten. Die beiden Organisatoren Gerhard Licht und Andreas Richter hatten
zahlreiche Vereinsmitglieder als Helfer aktivieren können, so dass auch die
verbrauchten Kalorien der Sportler durch Kaffee, Kuchen, Saft, Bratwurst und
Bier bis in den Abend hinein wieder ergänzt werden konnten.
Im Jahre 2005 wurden die Leistungen für 51 Deutsche und 32 Bayerische
Sportabzeichen abgenommen.
Am 3. September 2005 verstarb Sigrid Schröder, die als aktives
Vorstandsmitglied (Schriftführerin) besonders durch Ihre Hilfsbereitschaft,
Freundlichkeit und Zuverlässigkeit eine große Stütze im Verein darstellte.
Das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft im Flagfootball auf dem Waggumer
Sportplatz - ausgerichtet vom 1. FFC Braunschweig - zog am 25. September 2005
den Rasen doch mehr als erwartet in Mitleidenschaft.
Die Homepage des Vereins im Internet, schon seit 2001 angedacht, nahm erste
Formen an und wurde von einem Arbeitskreis bestehend aus Dietmar Öhlmann,
Andreas Richter, Hans Joachim Schulz, Uwe Schulz und Geert Teunis betreut.
Die anstehenden Vorstandswahlen zur Jahreshauptversammlung am 27. Januar
2006 ergaben das folgende Ergebnis: Hans
Joachim Adams (1. Vorsitzender), Harald Schulz-Pollex (2. Vorsitzender), Uwe
Schulz (Schatzmeister) und Andreas Richter (Sportwart) wurden in Ihren Ämtern
wiedergewählt. Neu gewählt wurde Barbara Harth als Schriftführerin. Leider
stellte sich kein Mitglied für das Amt des Sozialwartes zur Verfügung. Die
Mitgliederzahl am 9. Januar 2006 betrug 868 Mitglieder.
In der Tennisabteilung gab es einen Wechsel: Nachdem Bernd Uhde im Jahre 2006 nach langjähriger Vorstandarbeit sich
nicht mehr einer Wiederwahl stellte,
übernahm Horst Schade die Leitung der Tennissparte. Unterstützt wird er
vom 2. Vorsitzenden Dr. Peter Jung, dem Sportwart Jörg Mattern, der Kassiererin
Margot Lindmayer, der Schriftführerin Camilla Schönemann und den beiden
Jugendwarten Dirk Wolters und Günter Beck. Es nehmen zwei Jugend-, drei Damen-
und zwei Herren-Mannschaften an den Wettspielen des Niedersächsischen
Tennisverbandes teil.
Die Faustballabteilung zollte der Tatsache Tribut, dass kaum mehr genug
Mitglieder zum Faustballtraining erschienen und wurde zur Faustball- und
Badmintonabteilung umgetauft, da nun meistens Badminton gespielt wurde. Die
Basketballabteilung stellte zur Jahresmitte das Training leider ein und meldete
alle Punktspielmannschaften ab - dies bedeutete das Ende der Abteilung, die zum
Schluss mit viel Engagement von Renate Kopka, der Mutter eines ehemaligen
Spielers, geführt wurde. Die 2. Herrenmannschaft der Tischtennisabteilung in der
Aufstellung Uwe Fritsch, Christian Janecke-Schilhab, Michael Dürkopp, Winfried
Eck, Carsten Hauffe und Andreas Richter schaffte überraschend den Aufstieg in
die 2. Bezirksklasse.
Zahlreiche kleinere Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege von Sportanlage und Gebäuden
wurden durchgeführt, so wurden z.B. die Fassadenplatten im Eingangsbereich zu
der Wohnung im Mai 2006 abgenommen und durch 3 mm starke Stahlplatten ersetzt,
die mit einer Graffiti, die den Sportbetrieb zum Thema hat, veredelt werden
sollen. Das für den Rasenplatz zuständige Grünflächenamt war leider in der
Sommerpause 2006 nicht in der Lage, die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen
durchzuführen, so dass in Eigenarbeit der Platz begradigt wurde und der alte
Rasen teilweise gegen neuen Rollrasen ausgetauscht wurde.
Stand: Dezember 2006
Andreas Richter
Quellennachweis:
[1] Rosenau, Gerhard; Schmitz, Sepp;
Temming, Josef; Teunis, Geert; Thürmann, Bodo:
75 Jahre Sport in Waggum, 1913
– 1988; Gifhorn 1988